Tourismus

Kasachstan als Reiseziel auf Web-Seiten
www.visitkazakhstan.kz
www.kasachstan-tourismus.de

Über die Entwicklung des Tourismus in Kasachstan

In Kasachstan belebt der Tourismus die Wirtschaft ganzer Regionen. Er erfordert den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, des Handels, des kulturellen Angebots und der medizinischen Betreuung. Das Land besitzt alle kulturellen, historischen, geographischen und klimatischen Voraussetzungen für die Ausweitung des Tourismus. Mit der Unabhängigkeit wurden die Grundlagen für eine Tourismusbranche gelegt, die sich auf das historische und kulturelle Erbe besinnt. In Anbetracht des raschen und stabilen Wachstums des Tourismus und seiner starken Ausstrahlungen auf die Umgebung, auf andere Wirtschaftsbranchen und den Lebensstandard der Bevölkerung erklärte die Regierung in ihrem langfristigen Entwicklungsprogramm den Tourismus zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige.
1993 wurde Kasachstan Mitglied der Welttourismusorganisation. In 1993 wurde das nationale Programm zur Entwicklung der Tourismusindustrie aufgelegt, 1997 das staatliche Programm „Wiederherstellung der historischen Zentren der Seidenstraße, Erhaltung und Pflege des kulturen Erbes der turksprachigen Staaten und Schaffung einer touristischen Infrastruktur im Zeitraum 1997 bis 2003“. Im Strategiepapier „Kasachstan – 2030“ wird die besondere Bedeutung des Tourismus betont. Umgesetzt wurde das auf die Jahre 2003 bis 2005 angelegte Tourismusprojekt zur Schaffung einer effektiven und konkurrenzfähigen Tourismusbranche und der entsprechenden Imagepflege.
Die Entwicklung des Tourismus wird im Programm der beschleunigten industriellen und innovativen Entwicklung gesondert betrachtet. In Entsprechung der Ziele des Programms treibt der Staat in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Geschäftswelt den Ausbau der touristischen Infrastruktur in allen Gebieten des Landes voran. Vor allem drei Großprojekte zur Schaffung internationaler Touristenzentren und Kur- und Erholungsgebiete sind zu nennen: „Kenderli“ im Gebiet Mangystau, „Burabai“ im Gebiet Akmola und „Zhana Ile“ am Ufer des Strausses Kaptshagai im Gebiet Almaty. Zu perspektivreichen regionalen Projekten zählen zudem das Erholungsgebiet „Scharschum“ in Akkol, der Heil-und Erholungskomplex „Katon-Karagai“ sowie die ethnografischen Anlagen „Scheberler Auyly“ und „Talchis“ im Gebiet Almaty.
Wichtige Projekte sind zudem die touristischen Cluster, entlang des Transportkorridors „Westeuropa – Westchina“. Vorgesehen sind insgesamt 48 den internationalen Standards entsprechende Objekte. Ausgearbeitet wurden neue Touristenrouten, darunter im Bereich des Städtetourismus, des Aktivurlaubs, von Sanatoriumsaufenthalten, des Geschichts- und Kulturtourismus sowie des Ökotourismus.
In Kasachstan gibt es über 9000 archäologische und historische Denkmäler, 118 besonders geschützte Naturgebiete, davon elf Staatliche Nationale Naturparks. Die beliebtesten sind „Altyn Emel“ und der Trans-Ili-Alatau“ im Gebiet Almaty, „Bajanaul“ im Gebiet Pawlodar sowie „Kokschetau“ und „Burabai“ im Gebiet Akmola. Herausragend sind die Felsmalereien in „Tamgaly Tas“, der Tscharyn Canyon und die „Singende Düne“ sowie das sakische Gräberfeld „Besschatyr“. Zur Popularisierung des Ökotourismus werden Veranstaltungen wie „Ili – Balchasch-Regatta“ und „Irtyschsker Meridian“ angeboten.
Naturlich bringt Kasachstan alle Voraussetzungen fur den Bergskisport mit – und es kann diesbezuglich mit allen Berglandern der Welt konkurrieren. Hierfur stehen Tschimbulak und Medeo oberhalb von Almaty und das Erholungsgebiet Schtschutschinsk-Borowoje im Gebiet Akmola.
Die stabile Entwicklung Kasachstans und die Steigerung seines Ansehens in der Welt wirken sich dahingehend aus, dass Kasachstan in der ganzen Welt bekannt wird – und der Tourismus trägt seinen Teil dazu bei. Zeugnis davon legen Großveranstaltungen wie die 18. Vollversammlung der Internationalen Tourismusorganisation und die Asiade 2011 ab.
Nähere Information über touristische Möglichkeiten in Kasachstan ist auf folgenden Web-Seiten zu finden:
www.visitkazakhstan.kz
www.kasachstan-tourismus.de

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Astana – Die neue Hauptstadt in der Steppe
www.astana.kz
Einwohner: 605.500
Fläche: 710.2 Quadratkilometer
Klima: streng kontinental, mittlere Januartemperatur -18°C, mittlere Julitemperatur +23°C

1830 als Festung am Ufer des Flusses Ischim als Akmolinsk gegründet, erhielt der Ort 1862 das Stadtrecht. Aufgrund der zentralen Lage befand sich hier schon immer ein bedeutender Handels- und Transportknotenpunkt. Mit der Neulandgewinnung in der Steppe in den 50-er Jahren des 20.Jahrhunderts bekam die Stadt den Namen Tselinograd und wurde zum landwirtschaftlichen Zentrum des Landes. Im Zuge der Verlegung der Hauptstadt aus Almaty hierher erhielt die neue Metropole 1998 den Namen Astana.
Seitdem boomt die Stadt, unentwegt verändert sich Ihr Gesicht. Völlig neue Stadtteile sind am linken Ufer des Ischim entstanden, moderne Verwaltungsgebäude, wissenschaftliche Einrichtungen, ein Diplomatenstädtchen, die Hauptquartiere wichtiger Unternehmen, Kultur- und Freizeitzentren. Auch Wohnraum für die ständig wachsende Bevölkerung wird geschaffen. Angesehene Architekten wie der Japaner Kisho Kurokawa und Sir Norman Foster haben wesentlichen Anteil am Erscheinungsbild der neuen kasachstanischen Hauptstadt. Vom 97 Meter hohen Turm Baiterek, dem Wahrzeichen Astanas, kann man einen beeindruckenden Überblick über das Werden und Wachsen der neuen Metropole gewinnen. Das Freiluftmuseum „Atameken“ fasziniert den Besucher mit einer begehbaren Karte Kasachstans mit Modellen bedeutender Sehenswürdigkeiten. Das Kulturzentrum des Präsidenten mit einer guten historisch-ethnografischen Sammlung und das am weitesten von den Weltmeeren entfernte Ozeanarium sind ebenfalls sehenswert.

 

 

Almaty – Die heimliche Hauptstadt am Himmelsgebirge
www.almaty.kz
Einwohner: 1.602.000
Fläche: 170.000 Quadratkilometer
Klima: Kontinental im Schutz der Berge relativ mild, mittlere Januartemperatur -10°C, mittlere Julitemperatur +25°C

 

 

 

 

 

Die grünste und quirligste Stadt Kasachstans, die Stadt mit schönster Gebirgskulissen, den dichtesten Verkehr, dem reichsten Kulterleben, Ausgangspunkt für viele interessante Touren in einer landschaftlich schönen Region. Almaty wurde 1854 als Fort Wernyi gegründet, wuchs schnell, nicht zuletzt dank seiner Lage an der neu gebauten turksibirischen Eisenbahn, wurde 1929 als Alma-Ata Hauptstadt der Kasachischen Sowjetrepublik. Seine bedeutende Rolle als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Landes wird Almaty behalten, auch wenn es 1997 die Hauptfunktion an das zentraler gelegene Astana abgeben musste. Der sagenhafte Bauboom beweist: Almaty ist die Drehscheibe der Zentralasiatischen Länder.

Von Almaty aus kann man herrliche Tagestouren ins Sport- und Wandergebiet Medeo und Schymbulak oder zum Großen Almaty-See unternehmen, aber auch die Stadt selbst hat mit ihren Museen und Kirchen, Parks und Plätzen, der Oper, dem Konzertsaal, dem Bazar und anderen Sehenswürdigkeiten viel zu bieten.

 

 

Gebiet Akmola – Steppe, kasachische Schweiz und Vogelparadiese
www.akmo.kz
Einwohner: 746.700
Fläche: 146.725 Quadratkilometer
Klima: streng kontinental, mittlere Januartemperatur -18°C, mittlere Julitemperatur +23°C

Nirgendwo sonst zeigt die für Kasachstan typische Steppe ein so vielfältiges Antlitz wie im Gebiet Akmola, in das die neue Hauptstadt Astana eingebettet ist. Sary Arka – goldener Rücken – nennen die Kasachen diese Region in der Mitte des Landes. Das 2371 Quadratkilometer große Naturreservat Tengis/Korgalshyner Seen ist geprägt von Salz und Süsswasserseen, meterhohen Schilfmeeren, weiten, welligen Federgrasebenen und kargen Salzpfannen. Jährlich kommen zahlreiche Ornithologen aus aller Welt hierher, um den Vogelartenreichtum in diesem Gebiet zu erforschen. Im Norden von Astana wölbt sich die Steppe plötzlich auf und bringt bizarre Granitformationen hervor, bedeckt mit Nadelwäldern, zwischen denen glasklare Seen zum Baden einladen. Hier im gebiet Burabai oder Borowoje, auch „kasachische Schweiz“ genannt, finden jährlich im Sommer Zehntausende Erholungssuchende ihr Plätzchen. Doch auch andere Gebiete um Kokschetau laden die Urlauber ein. Wald und Wasser geben der Steppe in dieser Region ein ungewöhnliches, liebliches Gesicht.

 

 

Gebiet Almaty – Siebenstromland zwischen Balchasch und Tienschan
www.zhetysu-gov.kz
Einwohner: 1.604.200
Fläche: 224.000 Quadratkilometer
Klima: kontinental, mittlere Januartemperatur -14°C, mittlere Julitemperatur +24°C

Das Gebiet Almaty ist die landschaftlich vielfältigste und touristisch wohl interessanteste Region Kasachstans. Die vielen Gebirgstälern des Ile-Alatau, die reißenden Bergbäche, Wasserfälle, Seen, Gletscher, und schneebedeckten Gipfel dieses nördlichsten Gebirgszuges des Tienschan, die von vielen Flüssen durchzogene Ebene Siebenstromlandes, die Schilfmeere des Ile-Deltas und des riesigen Balchasch-Sees, der zerklüftete Tscharyn-Canyon, der Nationalpark Altyn Emel mit seinen Sanddünen und seinen bizarren farbigen Lehmformationen, der Stausee von Kaptschagai, die unberührten Berge und Täler des Dschungarischen Alatau mit seinen Blumen reichen Wiesen und die Seen unweit der Dschungarischen Pforte – all das lässt das Herz eines jeden Abendteuer-Urlaubers höher schlagen. Der nördlichste Siebentausender der Erde, die majestätisch schöne Pyramide des Khan Tengri, erhebt sich im äußersten Südosten des Gebietes an der Grenze zur Kirgisistan und China. Wandern und Bergsteigen, Skitouren, Heliskiing, Mountain Biking, Rafting, ornithologische und botanische Touren – nahezu jeder kommt hier auf seine Kosten. Die naturnahen Urlaub, Camping oder Unterkunft in den rustikalen Gästehäusern einiger Tourenanbieter sind am meisten verbreitet.
Die reiche Geschichte des Gebietes manifestiert sich in Sehenswürdigkeiten wie den Felszeichnungen Tamgaly Tas (von der UNESCO ins Weltkulturerbe aufgenommen), den über das ganze Gebiet verstreuten zahlreichen Hügelgräbern der Skythen, Siedlungsresten aus den Zeiten der Seidenstraße in den Wüsten südlich des Balchasch-Sees. Gebietshauptstadt ist Taldykorgan am Füße des Dschungarischen Alatau.

 

 

Gebiet Aktöbe – Bodenschätze unter dem Federgras
www.akimat.info
Einwohner: 686.900
Fläche: 300.600 Quadratkilometer
Klima: streng kontinental, mittlere Januartemperatur -17°C, mittlere Julitemperatur +22°C

alt
Die riesigen Federgrassteppen und Salzwüsten zwischen dem Südrand des Ural und dem austrocknenden Aralsee – das ist das Gebiet Aktöbe. Der Reichtum dieses landschaftlich größtenteils kargen und nicht sehr abwechslungsreichen Gebietes liegt hauptsächlich unter der Erde. archäologische Fundstätten aus der Zeit der großen Reiternomadenvölker, aber vor allem die reichen und vielfältigen Bodenschätze machen das Gebiet attraktiv. Hier werden Erdöl und Erdgas, Chrom, Kupfer, Nickel, Kobalt, Titan, Zirkonium, Braunkohle, Phosphorite, Gold und Kaolin gefördert und teilweise verarbeitet. Die Gebietshauptstadt ist Aktöbe.

 

 

Gebiet Atyrau – Ölfelder, Schilfmeere und Trockensteppe
www.atyrauobl.kz
Einwohner: 472.200
Fläche: 118.600 Quadratkilometer
Klima: kontinental, mittlere Januartemperatur -10°C, mittlere Julitemperatur +26°C

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Am Nordufer des Kaspischen Meeres gelegen, ist das Gebiet Atyrau vor allem durch Förderung von Bodenschätzen geprägt, die sich im Schelf des kaspischen Meeres und in den vorzeitlichen Meeresablagerungen befinden: Erdöl, Erdgas, Kalisalz, Magnesium, Kalzium- und Bromverbindungen, Kalkstein und Lehm.
Die Stadt Atyrau ist Kasachstans bedeutendstes Zentrum für Erdölverarbeitung und Logistik, alle großen Ölkonzerne haben hier ihr Quartier aufgeschlagen.
Im verschilften Delta des Ural gibt es einen großen Fischreichtum, hier laichen auch Kaspiestöre. Der infolge Überfischung sehr teuer gewordene Kaspische Kaviar ist ein weiteres Exportprodukt der Region. Landschaftlich hat das Gebiet Atyrau bizarre Kalkformationen und weite, vornehmlich von Kamelen beweidete Trockenesteppen und Halbwüsten zu bieten. Archäologische Fundstätten geben Aufschluss über eine rege Besiedlung des Territoriums zur Zeit großen Völkerwanderungen.

 

 

Gebiet Karaganda – Steppe bis zum Horizont
www.karaganda-region.kz
Einwohner: 1.334.300
Fläche: 428.000 Quadratkilometer
Klima: streng kontinental, mittlere Januartemperatur -17°C, mittlere Julitemperatur +28°C

Das Gebiet Karaganda ist mit Abstand der größte Verwaltungsbezirk Kasachstans. Optisch wird dieser Eindruck verstärkt durch die schier unendliche Steppe, die sich von einem zum anderen Himmelsrand zieht, mal flach, mal wellig, mal mit versprengten, teils sogar bewaldeten Felseninseln. Dieses so genannte kasachische Hügelland ist eine nach Südosten leicht ansteigende Hochfläche, in deren Tiefen zahlreiche Bodenschätze wie Steinkohle, Eisenerz, Kupfer, Uran und Gold ruhen. Gerade aufgrund Bodenschätze war das Gebiet Karaganda zu Sowjetzeiten als eine der wichtigsten Regionen für die Industrialisierung ausgewählt worden. Die Stadt Karaganda, heute Gebietshautstadt wurde in den dreißiger Jahren speziell für die Verwaltung dieser Arbeiten errichtet, der Abbau von Kohle und Erzen in dieser klimatisch extremen Region wurde damals größtenteils durch Zwangarbeit möglich gemacht. Die Überreste der Lager können noch heute besichtigt werden. Das Gebiet ist ein der wirtschaftlich erfolgreichsten Regionen des Landes, inzwischen setzt man auch auf die Verarbeiterung der geförderten Rohstoffe.
Das Gebiet Karaganda hat mit dem Nordufer des Balchasch-Sees, den bewaldeten Steppenbergen von Karkaralinsk, der Oase von Schartas auch landschaftliche Sehenswürdigkeiten zu bieten. An einigen Orten wird im Winter noch die Fuchsjagd mit dem Steinadler praktiziert – ein unvergessliches Erlebnis.

 

 

Gebiet Kostanai – wogende Getreidefelder und Bergbau
www.kostanay.kz
Einwohner: 903.100
Fläche: 196.000 Quadratkilometer
Klima: kontinental, mittlere Januartemperatur -19°C, mittlere Julitemperatur +21°C

Von den unübersehbaren Steppengebieten des Gebietes Kostanai wurde in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein großer Teil unter den Pflug genommen und in Getreidefelder verwandelt. In der am Fluss Tobol gelegenen Gebietshauptstadt Kostanai erinnert das Denkmal für die Neulandgewinner an die Zehntausenden Freiwilligen, die damals das Land urbar machten. Noch heute ist das Gebiet die bedeutendste Getreideanbauregion des Landes. Der zweite Wirtschaftsfaktor des Gebietes ist der Bergbau.
Im Naturschutzgebiet Naurzum in der Torgai-Senke haben sich große unberührte Wald- und Federgrassteppenareale erhalten, und an den großen Salz- und Süswasserseen des Gebietes gibt es ein außerordentlich reiches Vogelleben. Der Süden des Gebietes mit seinen zahlreichen, jahreszeitlich schwankenden Steppenflüssen und Seen ist fast unerschlossen.

 

 

Gebiet Kysylorda-Steppen, Wüsten, Aralsee und Erdöl
www.kzylorda.kz
Einwohner: 618 100
Fläche: 226 000 Quadratkilometer
Klima: Streng kontinental, sehr trocken, mittlere Januartemperatur -13°C, mittlere Julitemperatur +28°C

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Das trockene, von Kamelen und Ziegen beweidete Wüsten- und Steppengebiet an den Ufern des Syr-Darja ist touristisch sicher nicht für jeden interessant. Dabei blickt es auf eine reiche Geschichte zurük. Vor den Eroberungszügen Dschingis Khans gab es hier blühende, hoch entwickelte Oasenstädte und Festungen wie Sauran und Syganak, deren Ausgrabung größtenteils noch aussteht. Heute wird auf bewässerten Flächen vor allem Reis angebaut. Hauptwirtschaftszweig ist jedoch die Förderung von Erdöl und Erdgas, auch Gold und Uran werden abgebaut.
Berühmtheit erlangte das Gebiet durch die russische Enklave Baikonur mit dem „Sternenstädtchen“ und dem Kosmodrom, von dem mit Juri Gagarin der erste Mensch in den Weltraum flog. Heute nutzen zahlreiche Länder die Abschussrampen von Baikonur für den Start ihrer Satelliten, auch Kasachstan selbst hat inzwischen eigene Satelliten im Kosmos.
Zu traurigem Ruf hat es der Aralsee gebracht, der, einst viertgrößter Binnensee der Erde, heute auf einen Bruchteil seiner einstigen Größe zusammengeschrumpft ist, weil das ehemals reichlich zuströmende Wasser seiner beiden Zuflüsse Amu-Darja seit den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts zum allergrößten Teil auf die Baumwollfelder Usbekistans und Turkmenistans geleitet wird beziehungsweise unterwegs in offenen Kanälen verdunstet. Auf dem trocken gefallenen Grund des Aralsees liegen, viele Kilometer von der heutigen Uferlinie entfernt, Dutzende Schiffe, eine traurige Sehenswürdigkeit, die jedoch alljährlich viele Reisende in ihren Bann zieht – Symbol für die Unvernunft der Menschheit. Die auf der ehemaligen Insel Barsakelmes im Aralsee lebenden Kulane – asiatische Wildesel mussten großteils in den Nationalpark Altyn Emel nördlich von Almaty umgesiedelt werden, weil ihre Heimat mit dem Fallen des Wasserspiegels zur Halbinsel wurde und nicht mehr ausreichend geschützt war. Nichtsdestotrotz ist Barsakelmes immer noch Naturschutzgebiet.
Kasachstan und die Weltbank haben einen bisher erfolgreichen Versuch gestartet, den nördlichen Teil des Aralsee zu retten, dieses Projekt könnte Kern einer künftigen touristischen Entwicklung sein. Dann werden die wenigen, ausdauernd um die Gunst der Besucher buhlenden Reisebüros in Kysylorda neben Kamelsafaris und Beobachtungen von Raketenstarts noch ein weiteres Ziel anbieten können: Angeln und Baden an einem legendären, wiedergeborenen See.

 

 

Gebiet Mangystau-vielseitige Halbinsel am Kaspischen Meer
www.mangystau.kz
Einwohner: 374 600
Fläche: 165 600 Quadratkilometer
Klima: Kontinental, sehr trockene und heiße Sommer, mittlere Januartemperatur -4°C, mittlere Julitemperatur +27°C

Unberührte Strände, bizarre Muschelkalk-Kliffs und Berge, mannigfaltige Fossilien aus prähistorischer Zeit, alte und geheimnisvolle unterirdische Moscheen, Meditationshöhlen und Überreste von Karawansereien aus der Ära der Seidenstraße, weiß leuchtende Nekropolen und Mausoleen aus Muschelkalk inmitten von Wüstendünen und weiten Trockensteppen das Gebiet Mangystau auf der Halbinsel Mangyschlak ist ein touristischer Geheimtipp. In Kasachstan hat man das Potenzial dieser Region erkannt und beginnt, touristische Angebote zu entwickeln und die entsprechende Infrastruktur aufzubauen. Vorläufig jedoch ist die Gegend Offroad-Freaks und Naturliebhabern vorbehalten. In Kasachstans größtem Naturschutzgebiet auf dem Ustjurt-Plateau kann man Ustjurt-Mufflons und persischen Kropfgazellen begegnen; Greifvögel, Trappen, Wüstenigel, Schildkröten und eine Landschaft „wie auf einem anderen Planeten“ faszinieren die Besucher, die, vorbei an Erdölfeldern und Kamelherden, den weiten und beschwerlichen Weg in diese Einsamkeit auf sich genommen haben.
Die junge Gebietshauptstadt Aktau (früher Schewtschenko) auf dem hohen Kreideufer am Kaspischen Meer entwickelt sich stürmisch; hier entsteht eine moderne Stadt, das Zentrum einer Region, die dank des Reichtums an Erdöl, Erdgas und anderen Bodenschätzen eine große Zukunft haben wird.

 

 

Gebiet Nordkasachstan-ein Stückchen Sibirien in Mittelasien
www.sko.kz
Einwohner: 662 900
Fläche: 98 000 Quadratkilometer
Klima: Kontinental, langer und kalter Winter, mittlere Januartemperatur -19°C, mittlere Julitemperatur +20°C

Nordkasachstan kann man landschaftlich und klimatisch eigentlich schon zu Sibirien zählen. Nur der Süden des Gebietes ist von den für Kasachstan so typischen Steppen bedeckt, auf einem Großteil des Territoriums jedoch erstrecken sich Wälder und beerenreiche Gegenden, die an die Taiga erinnern. Es gibt Elche, Bären und andere für Sibirien typische Tiere, für Angler sind die zahlreichen Wald – und Steppenseen ein Paradies.
Auch durch die Transsibirische Eisenbahn ist das Gebiet mit Sibirien verbunden, die berühmte Eisenbahnstrecke führt hier ein Stückchen durch Kasachstan; Haltepunkt ist in der hübschen und grünen Gebietshauptstadt Petropawlowsk.
Bisher ist das Gebiet touristisch kaum erschlossen, Petropawlowsk hat jedoch eine gute Zukunft für Businesstouristen, denn im Gebiet gibt es Lagerstätten von Uran, Zirkonium, Zinn, Diamanten, Wolfram, Molybdän, für die Baustoffindustrie geeigneten Stein und Erden.

 

 

Gebiet Ostkasachstan-Irtysch-Ebene und geheimnisvoller Altai
www.akimvko.gov.kz
Einwohner: 1 430 900
Fläche: 283 200 Quadratkilometer
Klima: Streng kontinental, mittlere Januartemperatur -17°C, mittlere Julitemperatur +20°C

Das Gebiet Ostkasachstan erstreckt sich von den üppig bewaldeten Bergen des kasachischen Altai bis zur weiten Ebene des Flusses Irtysch, der, aus China kommend, sein Wasser in den sibirischen Strom Ob trägt. Die landschaftliche Vielfalt der Region macht sie äußerst attraktiv für den Tourismus.

Der kasachische Altai hat mit seinem höchsten Berg – die legendäre Belucha an der Grenze zu Russland ist mit 4 506 Metern der höchste Berg Sibiriens – ein nicht nur für Bergsteiger interessantes Ziel zu bieten. Die Belucha wurde seit Menschengedenken von den sibirischen Schamanen als heilig verehrt, hier vermutete man den Sitz der Urmutter Erde. Von den Buddhisten wird das Gebiet um die Belucha als Shambhala angesehen.
Der Markaköl-See im äußersten Osten des Gebietes und der Westaltai sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen, hier trifft man eine überaus vielfältige Tier- und Pflanzenwelt an.
Im Vorland des kasachischen Altai gibt es mit dem riesigen Zaissan-See, den sich an seinen Ufern erstreckenden bizarren, farbigen Lehmwüsten, dem Tarbagatai-Gebirge, dem granitenen Kalba-Bergrücken und seinen glasklaren Sibinsker Seen ebenfalls lohnende Reiseziele.
Der kasachische Altai, auch Erzaltai genannt, ist äußerst reich an Bodenschätzen. Und so verwundert es nicht, dass die Gebietshauptstadt Öskemen ein Zentrum der Buntmetallurgie ist.

 

 

Gebiet Pawlodar-Rohstoffreichtum am Irtysch
www.pawlodar.kz
Einwohner: 742 700
Fläche: 124 800 Quadratkilometer
Klima: Streng kontinental, langer und kalter Winter, mittlere Januartemperatur -19°C, mittlere Julitemperatur +22°C
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Bereits zu sowjetischen Zeiten war das Gebiet zwischen Pawlodar und Ekibastus stark industrialisiert. Das Vorhandensein von Kohle im Becken von Ekibastus, Wasserkraft und die Nähe zu Erzlagerstätten sind auch für die heutige Wirtschaftspolitik von Bedeutung. Erdölchemie, das größte Aluminiumwerk der GUS, Förderung von Kohle, Gold Kupfer, Molybdän und anderes machen aus dem Gebiet Pawlodar eines der industriellen Zentren Kasachstans.
Das Gebiet kann auch mit touristischen Schätzen aufwarten: Die einzigartige Steppenoase von Baianaul mit ihren interessanten Felsformationen und schönen Seen zieht Jahr für Jahr Tausende Urlauber an. Sehenswert sind auch bedeutende paläontologische Fundstellen und die Reste des Kiefernurwaldes am Ufer des Irtysch.

 

 

Gebiet Shambyl-Geschichte und landschaftliche Vielfalt
www.zhambyl.kz
Einwohner: 1 001 000
Fläche: 144 300 Quadratkilometer
Klima: Kontinental, kalte Winter, heiße Sommer, mittlere Januartemperatur -12°C, mittlere Julitemperatur +25°C

Das Gebiet im Süden Kasachstans, malerisch zwischen Wüste und dem Nördlichen Tienschan gelegen, erhielt seinen Namen nach dem großen kasachischen Volkssänger Shambyl Shabajew.
Die Hauptstadt Taraz am Fluss Talas hat eine bedeutende Vergangenheit als Handelsplatz an der Großen Seidenstraße, einem dichten Geflecht von Karawanenwegen, deren nördlichster Zweig hier verlief. Viele Geheimnisse vergangener Epochen ruhen hier noch in der Erde und harren ihrer Entdeckung und Erklärung, so wie der Flecken Akyrtas, dessen Ruinen Rückschlüsse auf ein altes Kloster der nestorianischen Christen erlauben. Auch das liebevoll restaurierte Mausoleum Aischa Bibi in der Nähe von Taraz erzählt Geschichten aus der wechselvollen Vergangenheit dieses Gebietes.
Ein Eldorado für Botaniker, Ornithologen und Archäologen ist das fast gänzlich unbesiedelte, dem Tienschan vorgelagerte Karatau-Gebirge, an dessen Nordseite bedeutende Vorkommen zahlreicher Bodenschätze ihrer Erschließung harren.

 

 

Gebiet Südkasachstan-Ein Hauch von Seidenstraße
www.ontustik.kz
Einwohner: 2 233 300
Fläche: 118 600 Quadratkilometer
Klima: Kontinental, Winter deutlich milder als im übrigen Kasachstan, heiße Sommer, mittlere Januartemperatur -2°C, mittlere Julitemperatur +29°C

Nicht von ungefähr ist Südkasachstan das am dichtesten besiedelte Gebiet des Landes. Fruchtbare Böden an den Ufern des Syr-Darja und seiner Zuflüsse, ein mildes Klima, die geschützte Lage im Windschatten von Talas Alatau und Karatau-Bergen bereits vor vielen Jahrtausenden wussten die Menschen diese Vorzüge zu schätzen. Und so verwundert es nicht, dass in den Tälern des Karatau die ältesten steinzeitlichen Rastplätze Kasachstans entdeckt wurden, dass in den Ruinen vor Otrar und anderen Siedlungsüberresten aus der Blütezeit der Seidenstraße Fundstücke zutage kamen, die von einer hoch entwickelten Kultur zeugen, und das just hier Kasachstans bedeutendstes und schönstes Bauwerk, die Grabmoschee Hodsha Achmed Jassawi, steht, die wichtigste Pilgerstätte der Kasachen, von der UNESCO ins Weltkulturerbe aufgenommen.
Das älteste Naturschutzgebiet der ehemaligen Sowjetunion, das Reservat von Aksu-Shabagly am Nordrand des zum Tien Schan gehörenden Talas Alatau, zieht jährlich viele Naturfreunde an, die hier Braunbären, Steinböcke, Marco-Polo-Schafe und eine unglaublich artenreiche Vogel- und Pflanzenwelt vorfinden.
Die Gebietshauptstadt Schymkent hat ein quirliges, südlichen Flair, hier werden Sie Kasachstans besten Schaschlik essen und die prickelndste vergorene Stutenmilch trinken.

 

 

Gebiet Westkasachstan ein Stück Europa in der Steppe
www.western.kz
Einwohner: 609 200
Fläche: 151 300 Quadratkilometer
Klima: Streng kontinental, kalte Winter, heiße Sommer, mittlere Januartemperatur -15°C, mittlere Julitemperatur +26°C

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Ein großes Areal dieses Gebietes, westlich des Flusses Ural, gehört zu Europa! Allerdings ist das an der Landschaft nicht zu erkennen, denn auch hier in der Kaspischen Senke, dominieren Halbwüsten, Wüsten und Steppen, größtenteils sehr flach, karg, von Salzseen gesprenkelt, die im Sommer austrocknen und weiße Krusten hinterlassen.
Der Fluss Ural, aus dem gleichnamigen Gebirge in Russland kommend und zum Kaspischen Meer strebend, ist die einzige nennenswerte Abwechslung in der Landschaft, ruhig und von Auwäldern gesäumt mäandert er durch die schier endlose Steppe. Die Gebietshauptstadt Uralsk an seinem Ufer, die älteste Stadt Kasachstans, ist auch das Wirtschaftzentrum des an Öl, Gas und Erden reichen Gebietes. Betriebe des Maschinenbaus und der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte wurden hier bereits zu sowjetischen Zeiten angesiedelt. Durch die Nähe zum Haupthandelspartner Russland wird das wirtschaftliche Potenzial der Stadt zusätzlich aufgewertet.
Von potenziellem touristischen Interesse sind der mineralreiche Schalkar-See, dessen Wasser Heilkraft besitzt, der Sadowskoje-See sowie die wellige Landschaft der Sasai- und Santas-Steppenberge.