Neue Industrialisierung

Innovative Industrialisierung Kasachstans ist einzig richtiger Entwicklungsweg

Vorstandvorsitzender des Nationalen Innovationsfonds über die Rolle des Nationalen Innovationsfonds (NIF) bei der Umsetzung der vom Staatspräsidenten gestellten Aufgaben zur beschleunigten Industrie-und Innovationsentwicklung des Landes im Rahmen der Strategie „Kasachstan-2030″ erzählt Vorstandsvorsitzender des NIF Auelbek Tokzhanov.

– Es wurde kürzlich die Entscheidung gefasst, dass der Entwurf des Fünfjahresplans der beschleunigten Industrie-und Innovationsentwicklung des Landes zum 1. August fertig sein soll. Welche Rolle wird der NIF bei der Umsetzung dieses Plans spielen?

Innovative Industrialisierung Kasachstans ist einzig richtiger Entwicklungsweg. Im Land sind alle Voraussetzungen für die Entwicklung des Innovationssystems vorhanden: Wissenschaftliches Potenzial, innovative und finanzielle Infrastruktur, innovatives Unternehmertum. Es sieht die Gründung von Technoparks, Businesszentren, Zuschüsse für Forschungen, sowie Umsetzung von innovativen PPP-Projekten (staatlich-private Partnerschaft) bei der Produktion.

Ich möchte Sie daran erinnern, dass von unserem Fonds heutzutage Wagnisinfrastruktur entwickelt wird: NIF ist der Partner von 6 Wagnisgesellschaften Kasachstans ist, die mit einheimischen Investoren auf PPP-Basis gegründet wurden. Der NIF-Anteil in diesen Gesellschaften beträgt bis 49%, indem die Investitionspolitik auf die Suche und Beschaffung von Projekten in den exportorientierten Branchen gerichtet wird.

Nationaler Innovationsfonds finanziert Projekte in verschiedender Umsetzungsetappen: vom Ideenzustand und der Schaffung der Versuchsmodelle bis zur Produktionserweiterung. Finanzierungsinstrument des NIF – anteilige Beteiligung bis 49% der Projektkosten. In Portfolie des Fonds sind heutzutage 9 Projekte. Außerdem wurden ab 2004 an kasachische Wissenschaftler und Unternehmer 48 Zuschüsse für Forschungs- und Entwicklungsarbeitsprojekte (FEP) eingeräumt. Weitere Aufgabe ist es, aus den FEP durch eigenen Anteilverkauf und FEB-Kommerzialisierung „auszusteigen”. Zum Beispiel ist eines von unseren FEB die Kontaktsubstanz zur Wasserstoffabsorption des Kautschuks. Diese Technologie wird speziell bei der Herstellung des Synthetik-Kautschuks überwiegend in zwei Ländern – Deutschland und Japan – verwendet. Unsere Forscher haben einen Analog entwickelt, der preiswerter aber auch von der Qualität ist. Diese Kontaktsubstanz ist für Herstellung von hochwertigen Gummis, Reifen und andren Gummiprodukten notwendig ist. Es ist zu betonen, dass das Endprodukt bei hohen und niedrigen Temperaturen verwendet werden kann. Wir haben 2 Varianten der Kommerzialisierung des FEB: das Patent zu verkaufen oder am Bau einer Gummifabrik durch eigene Technologie zu beteiligen.

In den nächsten 5 Jahren setzt der NIF die Entwicklung der Wagnis- und Innovationsinfrastruktur weiter fort. Es ist zu betonen, dass das nationale Innovationssystem nirgendwo in der Welt vom Markt selbst auf Grund der fehlenden Initiativen und des Risiko geschaffen wurde. Deshalb bleib in dieser Hinsicht dem Staat die Rolle der Lokomotive.

– Gemäß dem Industrialisierungsplan werden die konkurrenzfähige Projekte unterstützt, die den Kriterien, wie Innovationsfähigkeit, Exportorientierung, Erweiterungsfähigkeit. Welche Projekte kann der NIF zur Entwicklung der innovativen Wirtschaft anbieten?

Wenn wir über Forschungsprodukte sprechen, so wurden für 48 FEB innerhalb der letzten 4 Jahren Zuschüsse in Wert von 502 Mio. Tenge vom NIF vergeben. Wir haben Projekte in Pharmazeutik, Petrochemie, Metallurgie, für die innerhalb und außerhalb unseres Landes interessiert wird. „Sanda ABK GmbH” arbeitet an der Technologie der Erzeugung des Hypophosphit-Natriums und der Phospholith-Säure aus dem Phosphorschlamm. Hypophosphit-Natriums ist eine Chemikalie, die für Verchromung und Vernickelung der Oberfläche notwendig ist. Es wurde ein ökonomisches und ökologisches Verfahren der Produktion dieser Chemikalie aus dem Schlamm entdeckt und entwickelt. Vernickelung der Oberfläche wird breit verwendet: in der Luftfahrt- und Weltraumindustrie sowie in der Autoindustrie. Für das Projekt äußerte das Interesse eine chinesische Firma, die vorschlägt, es zu patentieren und eine Produktion in China zu eröffnen.

Es gibt auch Neuentwicklung eines Katalysators, mit dessen Hilfe man von den Erdölprodukten synthetische Schmierstoffe für Autos produzieren kann. Das ist sehr gutes Projekt, aber wir haben noch keine Infrastruktur, die solches Erzeugnis herstellen kann. Durch diesen Katalysator könnte Kasachstan Schmierstoffe nicht kaufen, sondern selbst produzieren. Außerdem wird dieser Reaktionsbeschleuniger in unseren nahrungsbetrieben, die Margarine und Butter produzieren, approbiert. Im Weiteren kann er bei der Hydrierung des Pflanzenöls verwendet werden, wenn die Produzenten mit unseren Forschungsergebnissen zufrieden sein werden.

Noch eine Richtung unserer Tätigkeit – Finanzierung von Innovationsprojekten, an denen wir auf PPP-Basis in der Chemieindustrie, bei der Herstellung von Mineraldünger, von Baustoffen teilnehmen. Zum Beispiel setzt unsere Projektfirma „Agrophos-Südu technische Lösung durch, die Ammoniaksuperphosphat aus schädlichen Phosphatstoffen produzieren kann. Somit, indem wir die ökologische Lage um die Stadt Schimkent verbessert wird, bekommen wir gleichzeitig vom Landwirtschaftssektor angefragte Düngemittel.

Im Bauwesen haben wir auch zwei Projekte: auf Basis des Holzverarbeitungswerkes in Pavlodar finanzieren wir gemeinsam mit einem Privatinvestor die ganze Produktionskette – Fabrik zur Herstellung von Methanal-Teer, Linie zur Herstellung von Holzspannplatten und Massivholzplatten, Werkstatt zur Fertigstellung von Holzprodukten. Heutzutage produziert das Werk preiswerte Türen. Im Mai 2007 setzten wir in Gebiet Almaty eine Ziegel- und Blähtonsteinfabrik in Betrieb. Diese Erzeugnisse unterscheiden sich durch die Leichtigkeit, niedrige Wärmeausbreitung und ideale Geometrie. Dies ermöglicht die Belastung auf Fundament und die Dichte der Wand zu reduzieren, ohne die Wärmedämmung und ökologische Normen zu verlieren.

In der Agroindustrie bauen wir gemeinsam mit dem Wagnisgesellschaft „Areket und dem chinesischen Unternehmen „YTO” kleine Landwirtschaftstraktoren zusammen, die im Südgebiet Kasachstans eingesetzt werden. Im vorigen Jahr öffnete unser Partner „AB Metalls GmbH” eine Hüttenfabrik zur Herstellung von Gusseisen. Das ist einzigartige Technologie, die Produktion von Gusseisen ermöglicht, ohne aufwendige Füllkoks zu verwenden.

Die Tätigkeit des NIF entspricht dem Programm, das von Nursultan Nasarbajew am 12. „Nur-Otan” Parteitag angekündigt wurde. Die Wagnis- und Innovationsinfrastruktur soll solche Ergebnisse bringen, die von uns die Steuerzahler erwarten. Nach meiner Meinung können die Wagnisgesellschaften in Krisen- und Nachkrisenzeit zum wahren Instrument der Finanzierung von Investitionsprojekten werden. Fonds der Risiko-Finanzierung spielen bereits heute eine Schlüsselrolle bei der Finanzierung von Innovationen und Transfer der neuen Technologien. Alle Projekte, die den Innovationscharakter haben, haben Risikos und werden von Wagnisfonds finanziert. Von den 48 FEB, die von uns in diesen Jahren finanziert wurden, 19 sind wettbewerbsfähig und von uns patentiert worden. Wir arbeiten jetzt an ihrer Kommerzialisierung und fangen an, mit so genannten „Start up” Unternehmen, die ganz am Anfang sind, am nichtkommerziellen Projekten zusammenzuarbeiten. Zu uns kommt ein Geschäftsmann mit guter Idee, wir unterstützen und finanzieren ihn. Er kommt mit seiner Aktiva, wir helfen ihm und wenn er in seiner vollen Kapazität arbeitet, wir schlagen ihm vor, unseren Anteil zu verkaufen. Im Großen und Ganzen dauern solche Projekte 5-7 Jahre.

– Welche Industriezweige, nach Ihrer Meinung, benötigen Innovationsprojekte?

– Wir sind ein Agrarland und haben enorme Naturressourcen. Dieser Weg muss nicht außer Acht
genommen werden. Wir müssen die Kapazitäten der Agroindustrie weiter aufstocken und Viehzuchtbetriebe weiterfördern. Dabei ist es wichtig, Fertigproduktion von Landwirtschaftswaren herzurichten und nicht auf Export von Rohstoffen etwas versteift zu bleiben. Dafür braucht man gute Agrotechnik, entwickelte Technologien der Energie- und Wassereffizienz, die hohe Ernteerträge gewährleisten können.

Eine andere wichtige Industriebranche – Metallurgie. Hier hat große Bedeutung das Endprodukt und auf keinen Fall der Verkauf von Altmetall. Wir müssen auch bei der Entwicklung der IT-, Bio- und Nanotechnologien sowie der Energieeffizienz nicht zurückbleiben, sondern aktiv fördern. Große wissenschaftliche Kapazität hat die Chemieindustrie. Wir müssen solche Industriezweige festlegen, die aussichts- und hoffnungsvoll sind. Wir sind der Zuversicht, dass 70% der Fördergelder an Entwicklung der bestehenden, traditionellen Industriezweige gerichtet werden sollen, und 30% auf neueste Technologien.

Aber, wenn über Technologien gesprochen wird, muss man die Entwicklung des wissenschaftlichen Potentials nicht vergessen: Ohne Forschung gibt es keine Innovationen. Außerdem ist es wichtig, gut ausgebildete Spezialisten zu haben. Deshalb neben der Entwicklung der Technologien muss man auf die Schulung und Weiterbildung viel Acht geben.

– Danke sehr für das Gespräch.

 

 

Die neue Industrialisierung Kasachstans muss der gegenwärtigen Form der Weltwirtschaftsentwicklung entsprechen

Die Notwendigkeit, industrielle Weiterentwicklung zu ermöglichen und die Diversifizierung der traditionellen Industriezweige Kasachstans zu beschleunigen, wurde als Folge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise, die einheimische Volkswirtschaft vor allem bei den Exporteinnahmen des extraaktiven Sektors negativ beeinflusst hatte. In seiner Rede am 12. Parteitag von „Nur Otan“ im Mai 2009 sagte Präsident der Republik Kasachstan Nursultan Nasarbajew, dass „wir ab 1. Januar 2010 den Fünfjahrplan der beschleunigten Industrieentwicklung des Landes im Rahmen der Strategie „2030“ beginnen werden. Wir sprechen hier über innovative Industrialisierung, aber nicht über die Industrialisierung, die am Anfang des vorigen Jahrhunderts in allen Ländern der Fall war. Unsere Industrialisierung muss der gegenwärtigen Form der Weltwirtschaftsentwicklung entsprechen…“.

Die Hauptaufgaben der innovativen Industrialisierung sind: die Konsolidierung der Bemühungen des Unternehmens und des Staates, die Konzentrierung der Ressourcen des Landes auf die Entwicklung der prioritären Wirtschaftszweigen, Formierung des günstigen Geschäfts- und Investitionsklimas, die Erhöhung der Intensivität und der Produktivität der Nationalwirtschaft.
Wichtige Prioritäten sind: Entwicklung der traditionellen Exportsektoren mit Diversifizierung von Produkten und Fortsetzung der technologischen Kette bis zu ihrer Endproduktion, Entwicklung der innovativen Erzeugung und Mehrwertproduktion mit hohem Niveau der Leistungsfähigkeit.
Gleichzeitig beauftragte das Staatsoberhaupt die Regierung mit der Erarbeitung des Konzepts unter dem Titel „Karte der Industrialisierung Kasachstan für 2010-2020 “, wo das Schema der rationalen Verteilung der Produktionskapazitäten in Ankopplung mit Ressourcen der Regionen und den Infrastrukturen zugefügt und eingeplant wird.
Der Präsident warf Hauptrichtungen der beschleunigten Industrie- und Innovationsentwicklung auf: Agrarindustrie und Verarbeitung der Landwirtschaftsproduktionen, Bauindustrie und Herstellung von Baumaterialien, Erdöl- und Gasindustrie, Metallurgie und Herstellung von fertigen Metallkonstruktionen, Chemieindustrie, Pharmazeutik und Rüstungsindustrie, Entwicklung der Verkehrs- und Telekommunikationsinfrastruktur. Als Ergebnis aller Pläne soll ein Wirtschaftswachstum werden, das den Jahresmehrwert über 7 Billionen Tenge überschreiten muss.
In der gemeinsamen Sitzung der Parlamentskammer beauftragte der Präsident vor kurzem die Regierung, bis Jahresende den Förderungsplan der Industrialisierung für nächste 10 Jahre mit einzelnen Fünfjahrplänen zu erarbeiten. Insgesamt sollen bis Jahreswechsel die Industrialisierungskarte für 2010-2015 und der Entwurf der rationalen Verteilung der Produktionskapazitäten bis 2020 vorbereitet werden.
Die Regierung vollendet die Erarbeitung des Strategischen Entwicklungsplans bis 2020, indem einzelne Staatprogramme mit konkreten Zielen und Aufgaben des ersten Fünfjahrplanes 2010-2015 verankert werden. Die Gesamtanzahl wird 3-5 Programme nicht überschreiten. Der Entwurf des Staatsprogramms zur beschleunigten Industrie-Innovationsentwicklung sowie 10 Branchenprogramme für die ersten fünf Jahre sind bereits fertig, welche die Aufgaben des Programms „30 korporative Leader Kasachstans“, sie beinhalten Transportstrategie und andere Programmdokumente im Bereich der Industrialisierung. Außerdem wurden 23 Master-Pläne erarbeitet, die sich als eine aussichtsvolle Projektenkette mit Mehrwertproduktion darstellen. Sie ermöglichen, optimale Produktionstechnologien zu verwenden, neue Arbeitsmärkte aufzudecken und die Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten. Sie bieten gleichzeitig für den KMU-Sektor die Möglichkeiten an, sich an den Innovationsprojekten zu beteiligen.
Was Positives soll das Programm der beschleunigten Innovativen Industrialisierung dem Unternehmertum bringen? Das Hauptproblem des Unternehmertums in unserem Land, insbesondere im Realsektor, war Mangel an Finanzmittel, das Staatsprogramm sieht jetzt einige Finanzierungspräferenzen vor. Der Staat sichert die Errichtung der Infrastruktur und gewährleitet Gründung neuer Produktionsstätte. Ferner werden Sondermaßnahmen zu Steuer- und Zollregelungen erarbeitet, administrative Barrieren bei der Lizenzvergabe abgeschafft. Wie von dem Staatspräsidenten betont, es soll das Kontrollverfahren der Staatsbehörden über die Unternehmen neu geregelt werden – eben diese Funktion der Staatsbehörden verhinderte bis jetzt die vollständige Entwicklung des Unternehmertums in Kasachstan. Der Programmumsetzung bei den Produktionsstätten in den Freiwirtschaftzonen, Industrie- und Technoparks wird staatliche Unterstützung geleistet.
Ein wichtiger Faktor für die Gründung und Förderung neuer Produktionsstätten ist die Gewährleistung der staatlichen Aufkäufe. In diesem Jahr wurde von der Regierung die Entscheidung getroffen, Aufkaufaufträge prioritär an einheimische Unternehmen zu erteilen. Also, der inländische Lieferant wird bevorzugt auch in Fällen, wenn seine Preise höher als bei ausländischen Anbietern sein werden. Die Begrenzung des Preisunterschieds wird im Zusammenhang der kasachischen Beteiligung an der Produktherstellung oder an der Dienstleistung auf Ebene von 30% angesetzt. Das Staatsprogramm ist auf die Business-Initiativen mit wettbewerbsfähigen und hochtechnologischen Produktionsprojekten gerichtet, wobei staatliche Ressourcen- und Finanzunterstützung geleistet wird.

 

 

Grunddaten der beschleunigten Industrie- und Innovationsentwicklung Kasachstans

Ab 2010 beginnt in Kasachstan die Umsetzung des Fünfjahrplans des Programms der beschleunigten Industrie- und Innovationsentwicklung der heimischen Wirtschaft, das nur das Beste von je angenommen Programmen im Industriebreich beinhaltet.

GESTERN

• Erste Schritte in Richtung der Rohstoffanhängigkeit der Wirtschaft und zu ihrer Diversifizierung wurden noch vor einigen Jahren gemacht. 2003 begann die Regierung mit der Umsetzung der Strategie für die industriell-innovative Entwicklung des Landes bis 2015, die zwei Schlüsselziele verfolgt hatte: Industrialisierung der Wirtschaft und Schaffung der innovativen Voraussetzungen in der verarbeitenden Industrie durch Produktions- und Exportsteigerung.

• Die Strategie wurde in 3 Etappen gegliedert:
1. Etappe (2003-2005)
2. Etappe (2006-2010)
3. Etappe (2011-2015)

• Auf der 1. Etappe wurden Systemfragen zur technologischen Weiterentwicklung behandelt. Es ist gelungen, die gesetzgebende sowie rechtliche Grundlage vorzubereiten sowie wichtige Programme zur Entwicklung der Industriebranchen auszuarbeiten.

• Auf der 2. Etappe wurde die Aufgabe zum Ziel gesetzt, die Industriemodernisierung und Wirtschaftsdiversifizierung in die Praxis umzusetzen. Das Umsetzungsverfahren fand in konkreten Projekten des Programms „30 korporative Branchenprimus Kasachstans“ seinen Niederschlag.

• Das Hauptleitbild des Programms „30 korporative Branchenprimus Kasachstans“ war die beschleunigte Modernisierung der nationalen Wirtschaft und die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der kasachischen Hersteller mit dem Hauptziel, den Durchbruch in die 50 wettbewerbsfähigsten Länder der Welt zu gewährleisten. Im Auftrag des Staatspräsidenten wurde eine Liste von 45 wirtschaftlichen Durchbruchprojekten im Gesamtwert von 54 Mrd. USD zusammengestellt, von denen 3 Projekte von dem Industrieministerium bereits in Betrieb gesetzt wurden.

• Gebiet Karaganda
1. «Organisation des Profilstahlwalzwerkes «ArcelorMittal Temirtau AG», Projektkosten – 153,9 Mio. USD, 560 neue Arbeitsplätze, in Betrieb genommen am 1. Juli 2008. Die Produktionsstätte ermöglicht nicht nur hohe Mehrwertproduktion, sondern auch den inländischen Bedarf an Metallprofile zu befriedigen.
2. «Herstellung von Erzsilizium aus der Gangquarz «Sillicium Kazakhstan GmbH», Projektkosten – 113 Mio. Euro, 300 neue Arbeitsplätze, in Betrieb genommen am 9. Dezember 2008. Die Projektumsetzung verschafft die Grundlage zu einer neuen industriellen Exportbranche des Landes, wobei die Produkte der Aluminium- und Chemieindustrie als Grundstoffe im Gerätebau eine breitt Verwendung findet.

• Gebiet Aktübinsk
3. «Bergbaufabrik zur Aufbereitung von Chromerz «Woschod-Ariel GmbH», Projektkosten – 250 Mio. USD, 500 neue Arbeitsplätze, im Betrieb genommen am 22. September 2008. Die Projektumsetzung ermöglicht Erzvorkommnisse zur Entwicklung der Metallurgie und zur Erhöhung von Exportkapazitäten zu nutzen.

• Gebiet Dschambul
4. 2009 wurde die Arbeit an der Umsetzung des Projektes «Rekonstruktion des Metallurgiewerkes für Eisenlegierungen in Taraz» fortgesetzt. Projektkosten – 127,9 Mio. USD, 1170 neue Arbeitsplätze.

4. Trotz ihrer keinesfalls Kennwerte können die bisherigen Programme nicht als „uneffektiv“ bezeichnet werden. In das Land wurden Investitionen herangezogen, es wurden mehrere Joint-Ventures gegründet, die bestehenden Werke wurden modernisiert und modifiziert, neue Produktionsstätten wurden in Betrieb gesetzt. Somit wurden nach Angaben der regionalen Wirtschaftförderungsinstitutionen im Rahmen der Strategie der industriell-innovativen Entwicklung etwa 154 Investitionsprojekte im Wert von 246 Mrd. Tenge mittels verschiedener Finanzierungsformen in Betrieb gesetzt. Davon wurden 103 Mrd. Tenge aus eigenen Mitteln der Unternehmen, 116 Mrd. durch Kredite, über 20 Mrd. aus Mitteln der Entwicklungsgesellschaften und 5 Mrd. Tenge aus regionalen Haushalten finanziert. Das bedeutet, dass die Projekte zu 47% durch Kredite, 42% aus eigenen Mitteln, 8,1% aus Mitteln der Entwicklungsgesellschaften und 2,2% aus regionalen Haushalten mitfinanziert wurden.

5. Aus regionaler Sicht wurde der Großteil der in Betrieb genommen Produktionsstätten in folgenden gebieten Kasachstans vorgenommen: Aktöbe (40), Ost-Kasachstan (22), Kostanai (18), Karaganda (14), Nord-Kasachstan (9), Almaty (7).

6. Aus Branchensicht sind Projekte für folgende Industriezweige vorgesehen: Herstellung von Baumaterialien (45), Nahrungsindustrie (43), Maschinenbau (12), Metallurgie (7), Chemie und Bergbau (jeweils 5).

7. Neue Betriebe ermöglichten 2008 regional 11631 neue Arbeitsplätze zu schaffen, davon in Aktöbe – 3525, in Ost-Kasachstan – 1738, in Mangistau – 1675, in Karaganda – 1458 und in anderen.

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HEUTE

8. 2009 wurde zu einer neuen Etappe der industriellen Entwicklung des Landes. Es muss betont werden, dass die globale Finanz- und Wirtschaftskrise einige Probleme auch in der heimischen Wirtschaft verursacht hatte. Als Antwort zur Überwindung der bestehenden Probleme beauftragte der Staatspräsident die Regierung im 12. Parteitag „Nur Otan“ mit der Erarbeitung der langfristigen Strategie bis 2020, die auf die Nachkrisenentwicklung gerichtet werden musste. Die Prioritäten werden in den entsprechenden Programmen mit konkreten Zielen und Aufgaben verankert.

9. Eines der Schlüsselprogramme ist das Staatsprogramm der beschleunigten Industrie-und Innovationsentwicklung Kasachstans für 2010-2014. Gleichzeitig werden einzelne industrielle Branchenprogramme und Master-Pläne vorbereitet.

10. Das Staatsprogramm sowie neue Branchenprogramme werden auf der Grundlage der früher angenommenen Strategie der industriell-innovativen Entwicklung, Cluster-Initiativen, des Programms „30 korporative Branchenprimus Kasachstans“, der Transportstrategie und anderer Programmdokumente im Industriebereich mit dem Ziel erarbeitet, Kontinuität und Übertragbarkeit zu erhalten. Gesamtanzahl der integrierten Dokumente ist 52, die in einem neuem Staatsprogramm verankert und zu den neuen Realien der Weltwirtschaft angepasst werden.

11. Beschleunigte Industrie-Innovationsentwicklung Kasachstans (BIIEK) ist die Fortsetzung der staatlichen Wirtschaftspolitik, die seit einigen Jahren umgesetzt wird. Wie der Staatspräsident betont hat, es geht hier um innovative Industrialisierung und nicht um die Industrialisierung, die Anfang des vorigen Jahrhunderts in allen Ländern der Fall war. Neue Industrialisierung Kasachstans muss den gegenwärtigen Anforderungen der Weltwirtschaftsentwicklung entsprechen.

12. Neue Industriepolitik Kasachstans stützt sich auf folgende Prioritäten:
– Erstens. Die Entwicklung der Agrarindustrie und Erzeugung der Landwirtschaftsprodukte. Die Aufgabe ist, zum 2015 den Exportanteil der Landwirtschaftsproduktion auf 8% zu bringen. Der Brutto-Mehrwert der Agrarindustrie muss auf mindestens auf 16% erhöht und dadurch mehr als 10000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
– Zweitens. Die Entwicklung der Bauindustrie und Herstellung von Baumaterialien. Die Aufgabe ist es, zum 2015 mehr als 80-prozentigen Bedarf des Marktes durch inländische Produktion zu decken. Der Brutto-Mehrwert der Bauindustrie muss mindestens um 76% steigen.
– Drittens. Die Entwicklung der Erdöl- und Gasverarbeitung und Verbesserung der Infrastruktur der Erdöl- und Gasindustrie. Die Aufgabe ist, zum 2014 den inländischen Bedarf an hochwertigen Kraftstoffen (Benzin und Aviakerosin) durch heimische Raffinerien vollständig zu decken und den Brutto-Mehrwert des Energiesektors mindestens um 30% zu erhöhen.
– Viertens. Die Entwicklung der Metallurgie und Fertigproduktenherstellung aus Metall. Die Aufgabe ist, zum 2015 das Produktionsvolumen und den Export der Metallurgiebranche zu verdoppeln. Mit dem Produktionsausbau soll der Bruttomehrwert dieser Branche mindestens um 107% steigen.
– Fünftes. Beschleunigte Entwicklung der chemischen, pharmazeutischen und Rüstungsindustrie. Die Aufgabe ist, zum 2014 mehr als 50% des Anteils von Medikamenten durch heimische Produktion zu decken.
– Sechstens. Die Entwicklung der Energetik. Die Aufgabe ist, den gegenwertigen und künftigen Bedarf des Landes an Energiestrom zu decken. Der Energieaufwand der Wirtschaft soll zum 2015 um 10% reduziert werden.
– Siebtens. Die Entwicklung der Verkehrs- und Telekommunikationsinfrastruktur. Die Gesamtentwicklung der Infrastrukturbranchen soll das Wachstum des Bruttomehrwertes um 63% sicherstellen.

13. Letztlich ermöglicht die ausgewogene Ressourcenaufnahme bei Prioritätsrichtungen der heimischen Wirtschaft jährlichen Leistungsgewinn zu erzielen, die 7 Billionen Tenge überscheiten wird.
14. In den letzten Jahren unternimmt Kasachstan große Anstrengungen, um seine Volkswirtschaft zu diversifizieren, was, im Grunde genommen, eine der Aufgaben des Programms ist, und somit die „Erdölabhängigkeit“ erreicht werden soll. Dies ist durch die Verarbeitung, Fertigproduktenherstellung, Innovationen, Modernisierung der Ausrüstung und durch neue Technologien möglich.

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15. In der Innovationsentwicklung wurden bereits erste Schritte gemacht. Es funktionieren Entwicklungsinstitute, Nationaler Innovationsfonds, Zentrum für Engineering und Technologietransfer, Fonds für Wissenschaft und Forschung, Technoparks.
16. Es sind Freie Wirtschaftszonen (FWZ) gegründet:
– «Astana-neue Stadt»;
– «Seehafen Aktau»;
– «Parks für Informationstechnologien»;
– «Ontustik-Süd»;
– «Nationaler Industrie- und Petro-chemiepark»;
– «Burabai-Tourismus».

17. Gemäss dem neuen Steuergesetzt wird die Tätigkeit, die der FWZ-Zielen entspricht, von Boden-, Einkommens- und Mehrwertsteuern bein Einführen und von Vermögenssteuern befreit.
18. Gemäss dem Zollgesetzt werden die FWZ-Teilnehmer von Zollabgaben befreit. Den FWZ wird im Programm der beschleunigten Industrie- und Innovationsentwicklung große Bedeutung beigemessen.

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19. Bei der innovativen, exportorientierten Produktion mit hohem Mehrwert genießen die Unternehmen in Kasachstan folgende günstige Bedingungen vonseiten des Staates:
– Günstige Projektfinanzierung;
– Gewährleistung der nötigen Infrastruktur;
– Gewährleitungen der Steuerbegünstigungen:
– Investitions- und Steuerpräferenzen;
– Steuerliche Präferenzen in den Freien Wirtschaftszonen;
– Befreiung von Umsatz- und Mehrwertsteuer bei der Umsetzung der Infrastrukturprojekte im Rahmen der Konzessionsverträge.
– Begünstigungen bei der Verzollung der Waren;
– Abschaffung der sektoralen Barriere:
– Mitfinanzierung seitens des Fonds für Wissenschaft und Forschung;
– Reduzierungsfaktor für Dienstleitungen;
– Subventionierung des Entgeltsatzes für Kredite, die von Finanzinstitutionen an Produktionsunternehmen in der Landwirtschaft und bei Leasing der Anlagen ausgegeben werden;
– Vergabe der Lizenzen für Nutzungsrechte der Bodenschätze bei den profilierten Rohrstoffvorkommen.
– Das System der Genehmigungen:
– Reduzierung der Tätigkeitsarten, die der staatlichen Regulierung unterliegen. Abbau der Bürokratie;
– Optimierung des Genehmigungsverfahrens.
? Unterstützung durch Zuschüsse:
– Finanzmittel;
– Innovationszuschüsse für die Erarbeitung des Masterplans, für Lizenz- und Patenterwerbung.
? Maßnahmen zur territorialen Unterstützung:
– Dislokation in den FWZ, Industrie- und Technoparks mit dem Ziel, Infrastrukturen auszubauen;
– Günstige Wirtschaftsklima für die Heranziehung der Investitionen und Innovationen in die Region;
– Wettbewerbsfähigkeit des regionalen Unternehmens.
? Exportförderung:
– Versicherung für Exportgeschäfte;
– Exportkredite.
? Sicherung der Märkte:
– Staatliche Aufkäufe (Aufträge des Staates);
– Gewährleistung zum Verbrauch bestimmter Konsum-, Waren- und Dienstleistungsvolumen, die von staatlichen Organisationen in Anspruch genommen werden;
– Besoldung (Finanzierung) seitens der Republik Kasachstan.

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20. Zu den wichtigen Instrumenten des Programms werden die so genannten „Karte der Industrialisierung bis 2015“ sowie „Schema der rationalen Verteilung von Produktionskapazitäten bis 2020“ gezählt.

21. „Karte der Industrialisierung“ wird 83 Investitionsprojekte der staatlichen Bedeutung im Gesamtwert von über 50 Mio. USD, sowie Projekte regionaler Bedeutung im Wert von ca. 50 Mio. USD beinhalten. Es werden dadurch etwa 4.000 neue Arbeitsplätze geschaffen.

22. Alle Projekte werden bezüglich ihres Bereitschaftsgrades in 3 Kategorien geteilt – hoch, mittel und niedrig. Die Karte der Industrialisierung enthält nur die ersten 2 Kategorien (hoch und mittel). Die perspektivischen Projekte der 3. Gruppe werden als Reserven betrachtet und den Entwicklungsinstituten, Banken und Investoren für Mitfinanzierung empfohlen.

23. Schema der rationalen Verteilung von Produktionskapazitäten bis 2020 beinhaltet gesamte Informationen über Entwicklungen der Arbeitsressourcen sowie über Rohrstoffquellen und Rohrstoffvolumen (auch Angaben über bestehende Produktionsstätte). Es werden sowohl Brennstoff- und Energiebilanz (Gas, Strom, Tarife), als auch der Bedarf an Infrastrukturerneuerung (Straßenverkehr, Tarife) geprüft.

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24. Eine von den wichtigen Aufgaben im Rahmen der neuen Industrialisierung ist die Heranziehung direkter Investitionen.

25. In Kasachstan ist ein günstiges Investitionsklima vorhanden, das an 3 Faktoren ersichtlich ist:
? Erstens, Kasachstan verfügt über große Bodenschätze und Mineralien (weltweit den 6. Platz).
? Zweitens, Kasachstan hat eine günstige geographische Lage durch Zugang zum Verbrauchermarkt mit fast eineinhalb Milliarden Menschen (Zentralasien, China, Russland). Hier müssen Vorteile der Zollunion mit Russland und Weißrussland erwähnt werden, die administrative Barrieren beim Warenumlauf abschaffen wird.
? Drittens, Kasachstan hat eine günstige Investitionsgesetzgebung, die durch konkrete Maßnahmen zur Investitionsförderung und wirtschaftliche und politische Stabilität umgesetzt wird. Vor sechs Jahren wurde das Gesetzt über Investitionen verabschiedet, das rechtliche und wirtschaftliche Grundlage zur Investitionsstimulierung in vollem Umfang festlegt. Es garantiert nämlich vollen Schutz der Rechte von Investoren und die Stabilität abgeschlossener Verträge sowie regelt die Arbeit der staatlichen Einrichtungen mit Investoren und räumt Investitionspräferenzen ein.

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26. Nach der Analyse von drei strategischen Schlüsselzielen unterstreichen die Experten, dass sie das stabile und intensive Wirtschaftswachstum Kasachstans gewährleisten werden:

1. Modernisierung und Diversifizierung der bestehenden Wirtschaft.
– Modernisierung von Basiszweigen zur Erhöhung des Mehrwertes, der Arbeitsleistung (Erdöl- und Gasförderung, Bergbau, Metallindustrie, Landwirtschaft, Wohnungsbau, Verkehr und Energetik).
– Diversifizierung der Wirtschaft durch beschleunigte hochproduktive Arbeitsplätze in exportorientierten Sektoren (Maschinenbau, Gerätebau, Petrochemie, Pharmazeutik, Produktion von Brennstoffen für Atomkraftwerke, Nahrungsmittelindustrie, Herstellungn von Baumaterialien).

2. Schaffung einer Grundlage für die „Zukunftswirtschaft“
– Bedingungen für Wirtschaftszweige, die für die künftige globale Wirtschaft relevant sind (hochtechnologische Medizin, Bio- und Nano-Technologien, Software, Telekommunikation, Elektronik, alternative Energiequellen, Energieeffizienz, Öko-Technologien).
– Modernisierung des Bildungssystems und Weiterbildung für die Wirtschaft (Fachausbildung, Engineering, Consulting, Finanzwesen)

3. Entwicklung der lohnintensiven Industrie
– Entwicklung von Wirtschaftszweigen, die effektive Beschäftigung und KMU-Förderung gewährleisten (Tourismus, Leichtindustrie, Dienstleistungen, Handel).

27. Durch die Umsetzung des Programms der beschleunigten Industrie-Innovationsentwicklung wird Kasachstan die Wettbewerbsfähigkeit seiner Wirtschaft erreichen und die Steigerung das BIP bis 2015 um 7 Billionen Tenge (entspricht etwa 50% vom BIP im Jahr 2008) gewährleistet werden können.